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Netz & Community

Netzspannung teilen – EFC und Ortsnetz-Auslastung.de

Wer eine PV-Anlage betreibt, misst die Spannung am Netzanschluss ohnehin mit. Energy Flow Control kann diese Werte auf Wunsch anonym an die Community-Karte ortsnetz-auslastung.de übermitteln. Die Funktion ist standardmäßig aus und wird vom Betreiber der Anlage bewusst eingeschaltet.

Was ortsnetz-auslastung.de ist

Ortsnetz-Auslastung.de ist ein privat betriebenes Gemeinschaftsprojekt. Freiwillige übermitteln Messwerte ihres Netzanschlusses, die Seite zeigt sie als Karte für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Jeder Standort erscheint als Marker, dessen Farbe sich nach der ungünstigsten Phasenspannung richtet:

PhasenspannungEinordnung
unter 207 VUnterspannung (dunkelblau)
207 – 217 Vniedrig (hellblau)
218 – 242 VNormalbereich (grün)
242 – 253 Verhöht (gelb)
über 253 VÜberspannung (rot)

Die Schwellen entsprechen dem üblichen Toleranzband von 230 V ± 10 % (207 bis 253 V).

Warum das Thema für PV-Betreiber relevant ist

Speist eine Anlage ein, hebt sie die Spannung am Anschlusspunkt an. In Straßenzügen mit vielen Anlagen kann das zur Mittagszeit an die obere Grenze führen; Wechselrichter reduzieren dann ihre Leistung oder schalten ab. Einzelne Messwerte sagen darüber wenig, viele Standorte über längere Zeit dagegen schon. Genau das liefert eine Gemeinschaftskarte, die ein Netzbetreiber nicht in dieser Dichte veröffentlicht.

Was EFC übermittelt

  • Spannung je Phase (L1 bis L3) des Netzzählers, bei einphasigen Zählern nur L1.
  • Zeitpunkt der Messung.
  • Standort, auf drei Nachkommastellen gerundet (etwa 100 m). Die genaue Hausposition verlässt die Anlage nicht.

Es werden keine Seriennummern, Herstellerangaben, Namen, Adressen oder Kundenbezüge gesendet. Der Dienst verlangt weder Konto noch Schlüssel, die Übermittlung ist ein einzelner HTTPS-Aufruf pro Messung. Gesendet wird alle fünf Minuten.

Wann EFC nichts sendet

  • Solange der Schalter im Anlagenstandort nicht eingeschaltet ist – das ist der Auslieferungszustand.
  • Wenn kein Standort hinterlegt ist.
  • Wenn ein Wert außerhalb von 150 bis 300 V liegt. Das ist ein Lesefehler und keine Netzspannung; der ganze Datensatz wird verworfen, damit keine halben Messungen die Karte verzerren.
  • Wenn der Netzzähler als nicht erreichbar gilt. Ein verstummter Zähler hält seinen letzten Wert, der darf nicht als frische Messung erscheinen.
  • Im Demo-Betrieb.

Warum direkt aus dem Backend

Der Dienst stellt Fertigclients für Home Assistant, ioBroker, Shelly und Tasmota bereit. Wir haben uns trotzdem für eine eigene Anbindung im Backend entschieden: Der Betreiber braucht keine zweite Software, pflegt Standort und Zähler nicht doppelt, und wir bestimmen, was den Rechner verlässt. Die Daten laufen auch nicht über einen zentralen EFC-Server – jede Anlage sendet für sich selbst, wir sammeln und geben nichts weiter. Die Abwägung mit allen Alternativen steht in den Entscheidungen & Grenzen.

Grenzen

  • Die Schnittstelle gehört einem Einzelbetreiber und kann sich ändern. Lehnt der Dienst eine Messung ab, vermerkt EFC das im Protokoll; eine Anzeige in der Oberfläche gibt es bislang nicht.
  • Zwei Anlagen im selben 100-m-Feld teilen sich nach der Rundung dieselbe Position.
  • Ein Standort ist trotz Rundung ein personenbezogenes Datum, sobald er einem Haushalt zugeordnet werden kann. Wer die Funktion einschaltet, sollte sie in seiner Datenschutzerklärung nennen.
  • Speicherfristen und Löschanfragen regelt der Betreiber des Dienstes; laut dessen Methodik werden Rohmessungen nach 30 Tagen gelöscht.

Ortsnetz-Auslastung.de ist ein unabhängiges Projekt Dritter. Energy Flow Control ist weder Betreiber noch Partner des Dienstes; die Angaben zur Karte stammen von dessen öffentlicher Methodik-Seite und können sich ändern. Methodik: ortsnetz-auslastung.de/methodik.

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