Energy Flow Control
Mehr eigener Sonnenstrom.
Weniger Netzbezug.
EFC verbindet Erzeuger, Speicher und Verbraucher auf dem Grundstück zu einer Anlage und maximiert den Eigenverbrauch – für Betreiber, Vermieter, Eigenheime und ihre Nutzer.
Anschließen, scannen, zuordnen, fertig – EFC erkennt alle Geräte automatisch
Ein Netzwerk-Scan findet Wechselrichter, Speicher, Zähler und Wallboxen von selbst. Sie ordnen die erkannten Geräte nur noch dem passenden Energiezähler zu – statt Register von Hand einzutragen. Einzige Ausnahme: OCPP-1.6-Wallboxen, dafür führt ein Assistent durch die Einrichtung.
Für wen EFC gebaut ist
Ein System, fünf Blickwinkel – alle gleichwertig. Wählen Sie, was auf Sie zutrifft; jeder Einstieg führt zu einer eigenen Seite.
Was EFC für Sie tut
Sechs Fähigkeiten greifen ineinander – von der reinen Messung bis zur aktiven Überschuss-Steuerung.
Das ganze Grundstück als ein System
So greift alles ineinander
EFC misst jeden Erzeuger, Speicher und Verbraucher, versteht ihr Zusammenspiel und steuert sie so, dass möglichst viel selbst erzeugter Sonnenstrom vor Ort bleibt. Das Netz ist nur noch der Anschluss nach außen.
Messen · verstehen · steuern. Solar, Batteriespeicher, Wallbox, Wärme und Klima greifen ineinander; EFC priorisiert den Eigenverbrauch und macht aus vielen Einzelgeräten eine abgestimmte Anlage – ein konkreter Baustein der Energiewende, Gebäude für Gebäude.
Dein Gerät fehlt in dieser Übersicht? Zur Integration melden
Alle Funktionen im Überblick
Der vollständige Leistungsumfang – kompakt. Klappen Sie auf, was Sie genauer interessiert.
Unser Prinzip
Ehrlich, nicht geschönt
Wir schreiben an jedes Gerät, wie weit es wirklich ist – von feldverifiziert bis experimentell. Und wir sagen offen, wo wir bewusst Grenzen ziehen.
Reifegrade statt Versprechen
Jede Anbindung trägt eine ehrliche Einschätzung – geprüft, wahrscheinlich, experimentell. Kein Marketing-Grün, wo der Feldtest noch fehlt.
Bewusste Grenzen
Manche Geräte steuern wir absichtlich nicht – aus Betriebs- oder Sicherheitsgründen. Wir nennen sie und den Grund, statt sie zu verschweigen.
Einordnen statt abwerten
Wo andere Systeme etwas besser können, sagen wir es. Diese Seite soll einordnen, nicht schönreden.
Tiefer einsteigen
Details, Einrichtung und die Abwägungen dahinter – jeweils auf einer eigenen Seite, damit die Startseite übersichtlich bleibt.
Funktionen im Detail
Von der Messung bis zur Abrechnung: die Fähigkeiten des Systems – jede mit dem Nutzen, den sie stiftet. Bewusst unabhängig davon beschrieben, welches Gerät oder welcher Hersteller dahintersteht.
OCPP-Wallbox einrichten
Jede Ladestation mit OCPP 1.6J lässt sich ohne zusätzlichen Treiber anbinden: Sie trägt in der Box unseren Ladepunkt-Server ein, die Box meldet sich selbst an und erscheint dann in der Geräte-Erkennung – ein passender Zähler wird automatisch angelegt. Diese Anleitung ist für die Person gedacht, die die Box vor Ort einrichtet.
Verbindungsdaten (bei jeder Box gleich)
- OCPP-Version
- 1.6J (WebSocket / JSON)
- URL-Feld der Box
ws://<IP-des-EFC-Backends>:9220/- Port
- 9220
- ChargePoint-ID
- eigenes Feld, frei wählbar – z. B.
CP01 - Sicherheit
- keine – unverschlüsselt (
ws://), kein Benutzer/Passwort - Netzwerk
- Box muss den EFC-Backend-Host im lokalen Netz auf Port 9220 erreichen
- Ergibt intern
ws://<IP>:9220/<ChargePoint-ID>
Alfen Eve (Single / Pro) direkt anbindbar
Werkzeug: ACE Service Installer (NG) per LAN. Zertifizierter Installer-Account + stationsspezifisches Passwort (auf dem Geräte-Label). Der Owner-Zugang genügt nicht.
- Connectivity → Connection method = Wired → Back office preset = „Manually enter backend settings".
- Feld Back office URL:
ws://<IP>:9220. - Im General-Tab Customer Ident. number = deine ChargePoint-ID.
- OCPP-Version = OCPP16 (JSON), Security profile = 0 („Default").
Haken: ID nur ins ID-Feld – Alfen hängt sie selbst an die URL an.
ABL eM4 (Single / Twin) direkt anbindbar
Werkzeug: ABL Web Manager im Browser – http://abl<seriennr>.local (LAN oder Box-WLAN). Installer-Passwort, kein Cloud-Konto.
- Configuration → OCPP → OCPP connection aktivieren.
- URL:
ws://<IP>:9220/, Connection Type = INFRASTRUCTURE_LAN. - Charge point identity = deine ID (eigenes Feld). Basic-auth-Passwort leer lassen.
- Neustart des Controllers.
Haken: Nur der Controller hält die OCPP-Verbindung; Twin/Extender laufen als zusätzliche Connector-IDs mit. „Choose template"-Knopf überspringen (setzt ein Fremd-Backend).
SolarEdge EV Charger direkt anbindbar*
Home EV Charger (KEBA-basiert) – direkt:
- Eigenes Web-UI der Box öffnen (WLAN-Hotspot laut Label oder LAN-IP), Installer-Login. Keine SolarEdge-Cloud nötig.
- Configuration → OCPP → Übertragungstyp = JSON.
- Endpunkt-URL
ws://<IP>:9220/, ChargeBox identity = ID (eigenes Feld). Zertifikate leer lassen.
* SolarEdge ONE (neuere Hardware) – mit Vorbehalt: nur über SetApp (QR scannen, zertifizierter Installer): Configuration → OCPP Server → Custom server → URL. Ob die neueste Firmware ws:// ohne Auth akzeptiert, ist nicht dokumentiert – am Gerät prüfen.
Haken: zuerst feststellen, welche der beiden Generationen an der Wand hängt.
cFos Power Brain direkt anbindbar
Werkzeug: cFos-Charging-Manager-Web-UI auf der Box (Box-IP), Owner/Admin – keine Zertifizierung nötig.
- Voraussetzung: Lastmanagement der Wallbox auf „Monitor" (sonst ist der OCPP-Bereich verborgen).
- Kachel der Wallbox → Zahnrad → OCPP-Gateway-Einstellungen.
- OCPP gateway URL:
ws://<IP>:9220/, OCPP Gateway Client ID = ID, Passwort leer, Protokoll OCPP-1.6J.
Der lokale Charging Manager steuert weiter mit; unser Server bekommt die Meldungen.
Vestel EVC04 (und Rebrands) direkt anbindbar
Werkzeug: Box-Hotspot (SSID = Seriennummer, WLAN-Passwort = ChargeBox-ID vom Typenschild) oder LAN → http://192.168.1.1, Login admin/admin.
- Menü OCPP → Verbindung aktivieren, Version = OCPP 1.6J.
- Central System Address:
ws://<IP>:9220/, ChargePoint ID = ID (eigenes Feld), Security = unsecured. - Unter Network Interfaces WLAN/LAN verbinden, Box neu starten.
Mennekes Amtron (Professional / Amedio) direkt anbindbar
Werkzeug: Web-UI http://192.168.123.123/operator/ (LAN), Login operator/yellow_zone. Firmware ~4.00+.
- Tab Backend → Backend-Kommunikation aktivieren → OCPP Mode = OCPP-J 1.6.
- WebSockets JSON OCPP URL of the Backend:
ws://<IP>:9220/(abschließenden/nicht vergessen). - OCPP ID of the system = ID (eigenes Feld), Basic-Auth-Passwort leer.
Haken: Home-Linie Xtra/Premium ist anders (Service-Interface :25000, firmwareabhängig) – gilt als „mit Vorbehalt".
Zaptec (Go / Pro) geht, mit Vorbehalt
Werkzeug: Zaptec Portal/App (kein lokales Web-UI). Die Nutzergruppe braucht das Recht „Allow OCPP 1.6J" (Admin/Vertrieb schaltet frei).
- Installation → Settings → Authentication → Type = OCPP 1.6J.
- OCPP central system URL:
ws://<IP>:9220.
Haken: Die ChargePoint-ID ist nicht frei – Zaptec hängt die Seriennummer an; unser Backend muss diese als ID akzeptieren. Der originale „Go" braucht ein Firmware-Update; Box-OCPP deaktiviert Zaptecs eigenes Lastmanagement.
Wallbox Pulsar Plus geht, mit Vorbehalt
Werkzeug: nur die myWallbox-App (Bluetooth/Cloud). Charger → Settings → External Management → OCPP.
- URL / CSMS URL:
ws://<IP>:9220/. - Charge Point ID = ID (eigenes Feld), Passwort leer.
Haken: Bei älterer Firmware fehlt das OCPP-Menü (Support-Freischaltung nötig). Nach dem Verbinden sperrt sich die Box – Freigabe und Ladestrom laufen dann komplett über unseren Server (Authorize/RemoteStart + Ladeprofil).
Easee (Home / Charge) geht, mit Vorbehalt
Easee ist nicht mehr rein cloud-gebunden: „Native OCPP" spricht im Betrieb direkt mit ws://<IP>:9220/<ID>. Die einmalige Freischaltung läuft aber über die Easee-Cloud-API – nicht in der App.
- Freischalten z. B. per evcc-CLI (
evcc easee-ocpp, Owner-Zugang) oder über die Commissioning-API. - Backend-URL
ws://<IP>:9220/, ID frei wählbar (Default = Seriennummer).
Haken: Firmware ≥ 328, Native OCPP noch Beta; vorwiegend Core-Profil (volles Smart-Charging noch unvollständig).
Amperfied connect.home / connect.solar vorab prüfen
Öffentlich dokumentiert ist bei der Home-Serie nur die Anbindung an das Amperfied-Backend (wss://connect.amperfied.de, ID + Passwort von Amperfied vergeben). Ein frei eintragbares Custom-URL-Feld ist dort nicht offiziell belegt.
Weg: myAMPERFIED-App/Cockpit; falls ein freies URL-Feld existiert: ws://<IP>:9220/ + ID, OCPP 1.6J, Security Level 1. Firmware ≥ 5.1.
Empfehlung: vor Montage bei Amperfied bestätigen, ob die Home-Serie eine freie OCPP-Backend-URL erlaubt. Alternativen: kommerzielle AC60E (easyOperate kann Custom-OCPP) – oder connect.* direkt per Modbus TCP (dann ohne OCPP).
Bewusst entschieden: wo wir Grenzen ziehen
Ehrlichkeit heißt auch zu sagen, was wir (noch) nicht tun – und warum. Am Markt bekannte, aber (noch) nicht angebundene Geräte finden Sie in der Geräteliste unter dem Status „nicht integriert".
Anderer Meinung – oder kennst du einen echten Grund? Sag es uns
Warum wir es so gebaut haben
Auszüge aus unserem öffentlichen Entscheidungs-Log – die Abwägungen hinter den wichtigsten Anbindungen, ehrlich mit Für und Wider.
Wo diese Entscheidungen zusammenlaufen
Was hier abgewogen wird, wird im Betrieb sichtbar – in den geführten Leitständen.
Einfach erklärt
Wie die Anlage entscheidet
Die Anlage trifft alle paar Sekunden dieselbe Entscheidung: Wohin mit dem Strom, der gerade da ist? Der ganze Trick steckt in einem Unterschied, den jeder aus dem Alltag kennt: wie viel pro Stunde hereinkommt (die Leistung, in kW) gegen wie viel schon angespart ist (die Energie, in kWh).
Grober Ablauf einer Runde
Vier Schritte, immer gleich – die Details stecken im Bild weiter unten.
↻ … und alle ~5 Sekunden von vorne (eine schnelle Korrektur justiert zwischendrin alle 2 s)
So liest du das Bild
Das Bild: Haushaltskasse
Geld strömt herein – mal viel, mal wenig pro Stunde. Die Fixkosten gehen zuerst ab. Was übrig bleibt, fällt eine feste Rangfolge hinab: erst die geplante Anschaffung (das Auto), dann das Sparschwein (die Batterie), der Rest wandert zur Bank (ins Netz).
| In der Anlage | Im Bild |
|---|---|
| Sonne / Erzeugung jetzt | Einkommen pro Stunde – mal üppig, mal knapp |
| Hausverbrauch | Fixkosten, die zuerst abgehen |
| Überschuss | Was am Ende übrig ist |
| Rangfolge der Verbraucher | Eine feste Reihenfolge: Auto, dann Sparen, dann Bank |
| Mindestleistung Auto | Große Anschaffung lohnt erst ab Budget – sonst gar nicht |
| Batterie-Reserve | Ein Notgroschen bleibt unangetastet |
| Netzbezug | Der Dispo stockt auf – nur wenn genehmigt (teuer) |
| Batterie hilft abends | Ist Ebbe, hilft das Sparschwein aus |
| Sanftes Nachregeln | Beträge ändern sich in kleinen Schritten; Blick ~5 s, Korrektur 2 s |
Der Notgroschen genauer: Puffer je Verbrauchergruppe
Jede steuerbare Gruppe – Wallboxen, Heizstäbe, Wärmepumpen, Klimageräte – hält einen eigenen, einstellbaren Sicherheitsabstand zur Batterie frei, bevor sie den Speicher anzapft.
Ohne diesen Abstand würden sich alle Gruppen gleichzeitig auf die Batterie stürzen, sobald ein bisschen Reserve über dem Minimum da ist – und der Speicher wäre im Nu leer. Der Puffer öffnet die Batterie für einen zusätzlichen Verbraucher erst, wenn wirklich genug Luft nach oben ist: Notgroschen plus die Puffer der anderen Gruppen müssen gedeckt sein. So bleibt für jede Gruppe Spielraum, und keine einzelne räumt den Speicher für die anderen leer.
Noch aus → einschalten
Eine Gruppe, die noch aus ist, muss den vollen Sicherheitsabstand überwinden – den eigenen Puffer und die der anderen.
Schon an → weiterlaufen
Eine Gruppe, die schon läuft, muss ihren eigenen Puffer nicht mehr freihalten, um weiterzulaufen.
Drei Reserven, die aufeinander stapeln. Damit sauber getrennt bleibt, was welchen Zweck hat:
Warum dieses Bild?
Weil jeder den Unterschied zwischen „ich verdiene 20 € die Stunde" (Leistung) und „auf dem Konto liegen 800 €" (Energie) im Bauch spürt. Genau dieser Unterschied – Leistung (kW) gegen Energie (kWh) – ist der Kern dessen, was die Anlage tut. Sie ist nichts weiter als eine sehr gewissenhafte Haushaltskasse, die alle paar Sekunden neu rechnet, wohin das Geld am sinnvollsten fließt.
Und wenn Strom verkauft wird
Was der Sonnenstrom wert ist
Ein und dieselbe Kilowattstunde ist unterschiedlich viel wert – je nachdem, wohin sie fließt.
Die stille Konkurrenz: Haus gegen Gäste
Bewohner und externe Lader wollen denselben knappen Sonnenstrom – meist unsichtbar, im Mangel sofort spürbar.
Der Bewohner
Will den Strom selbst nutzen – und spart damit den vollen Netzpreis.
Der externe Gast
Will günstig laden – und zahlt dem Betreiber dafür.
Solange die Sonne üppig scheint, ist genug für alle da. Knapp wird es an trüben Tagen und am Abend – dann fällt die Frage an: Geht die nächste Kilowattstunde in den eigenen Speicher und das eigene Auto, oder an den zahlenden Gast?
Photovoltaik-Eigenverbrauch · Vorrangschaltung
Leistungsverteilung im Hausnetz
Die Anlage misst laufend am Netzanschlusspunkt und verteilt die verfügbare Wirkleistung auf die Verbraucher – nach Vorrang, mit Mindeststrom-Schwellen und Speicher-Reserve. Der Kern ist die Unterscheidung, die am Zähler beginnt: Leistung (kW) ist der Momentanwert, Arbeit (kWh) ist, was der Zähler über die Zeit summiert. Verteilt wird immer die Leistung – nicht der Ladezustand des Speichers.
Einlinien-Übersicht: wo alles hängt
Erzeuger und Speicher speisen die Sammelschiene, die Verbraucher hängen daran. Am Zähler (Netzanschlusspunkt) wird Bezug und Einspeisung je Phase gemessen.
So wird die Überschussleistung aufgeteilt
Zuerst deckt die Wirkleistung die Hauslast. Was darüber bleibt, ist der Überschuss – und der geht nach Vorrang die Abgänge hinab: erst der Ladepunkt, dann Warmwasserbereitung und Wärmepumpe, dann die Speicher-Ladung, der Rest wird eingespeist. Die Vorrang-Reihenfolge der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ist frei einstellbar – die hier gezeigte Reihenfolge ist nur ein Beispiel.
Im Detail – was an jedem Abgang passiert
Die Werte, die ein Elektriker beim Einrichten wissen will.
| Vorgang | So verhält sich die Anlage |
|---|---|
| Messung am Netzanschlusspunkt | Der Zweirichtungszähler liefert Bezug und Einspeisung je Phase; die Messung wird laufend erneuert (im Sekundenbereich). |
| Überschuss | Wirkleistung Wechselrichter − Hauslast. Eine Leistung (kW), nicht der Ladezustand des Speichers (kWh). |
| Speicher-Freigabe | Unter dem eingestellten Mindest-Ladezustand gibt der Speicher keine Leistung für steuerbare Verbraucher ab – dann zählt nur die PV-Wirkleistung. |
| Vorrang | Der Überschuss wird nach eingestellter Reihenfolge freigegeben (z. B. Ladepunkt → Warmwasserbereitung → Wärmepumpe), dann Speicher-Ladung, der Rest geht in die Einspeisung. Die Vorrang-Reihenfolge der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ist frei einstellbar. |
| Mindeststrom / Phasen | Ladepunkt erst ab 6 A je Phase (3-phasig ≈ 4,3–4,5 kW). Die Phasenzahl wird an den stromführenden Phasen erkannt (Strom ≥ ~5 A). Darunter: keine Freigabe – ganz oder gar nicht. Warmwasserbereitung und Wärmepumpe haben eigene Mindest-Laufzeiten und Schaltabstände (kein ständiges Takten). |
| Netzbezug Hauslast | Wird immer gedeckt: reichen Wechselrichter und Speicher nicht, kommt der Rest selbstverständlich aus dem Netz – ohne Freigabe, das ist der normale Netzbezug am Zähler. |
| Netz-Zukauf steuerbare Einrichtungen | Eine Freigabe gibt es nur für die steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Ihr zusätzlicher Bezug erfolgt nur bei Freigabe (Preis/Erlaubnis) und bleibt unter der §14a-Grenze – bei Anforderung des Netzbetreibers auf ~4,2 kW gedrosselt. |
| Speicher-Entladung | Ohne Sonne deckt der Speicher die Hauslast (Rückspeisung), bis der Mindest-Ladezustand erreicht ist. |
| Nachführen | Sollwerte in kleinen Stufen, frühestens alle paar Sekunden (Ladeleistung ~0,5 kW/Schritt); der Speicher-Sollwert mit Stufenbegrenzung und Totband. Verhindert Pendeln, Lastspitzen und Schützklappern. |
| Schieflast bei Einspeisung | Einphasige Einspeisung bleibt in der zulässigen Schieflast-Grenze (VDE: höchstens 4,6 kVA Differenz je Phase). |
§14a EnWG – wie EFC es umsetzt
Netzorientierte Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen – opt-in, mit Nachweis.
§14a betrifft steuerbare Verbrauchseinrichtungen ab 4,2 kW – Wallbox, Wärmepumpe, Speicher, Klima (und den Heizstab). Fordert der Netzbetreiber eine Reduzierung an, drosselt EFC den Netzbezug dieser Einrichtungen auf ein Budget mit 4,2-kW-Sockel – der aus PV und Speicher gedeckte Anteil bleibt unberührt. Es wird also budgetiert, nicht hart abgeschaltet. Die physische Anschlussgrenze (Sicherungsstrom am Netzzähler) ist davon getrennt und immer aktiv.
Warum ein EMS – gerade bei mehreren steuerbaren Einrichtungen
§14a lässt zwei Wege zu: Direktsteuerung (der Netzbetreiber dimmt jede Einrichtung einzeln) oder Steuerung über ein Energiemanagementsystem (EMS). Bei nur einem Gerät kaum ein Unterschied – sobald aber mehrere steuerbare Einrichtungen zusammenkommen (Wallbox, Wärmepumpe, Speicher …), spielt das EMS seine Stärke aus:
- Ein Budget statt starrer Einzel-Deckel: Der Netzbetreiber gibt nur einen Grenzwert für den Netzanschluss vor; EFC verteilt ihn bedarfsgerecht – das Auto, das gerade laden muss, bekommt mehr; die Wärmepumpe mit Puffer tritt zurück. Bei Direktsteuerung wäre jedes Gerät stur gekappt.
- Leistung landet, wo sie gebraucht wird: statt dass in einzelnen 4,2-kW-Deckeln Leistung ungenutzt liegen bleibt, schiebt EFC das gemeinsame Budget dorthin, wo gerade Bedarf ist.
- PV zuerst, Vorrang nach Ihrer Reihenfolge: die Grenze betrifft nur den Netzbezug; EFC deckt zuerst aus PV und Speicher und hält innerhalb der Grenze die eingestellte Vorrangreihenfolge ein – statt willkürlicher Kappung von außen.
- Ein Anschluss, ein Nachweis: ein Steuerpfad und ein zentraler Abriegelungsnachweis genügen – statt mehrerer Steuerboxen je Gerät.
| Punkt | So setzt EFC es um |
|---|---|
| Aktivierung | Opt-in, in der GUI wählbar: aus · Rundsteuerempfänger · EEBUS-Steuerbox. Standard ist aus. |
| Steuer-Eingang 1 – Rundsteuerempfänger | Der real durchgesetzte Pfad: ein Binärsignal (Rundfunk-/Rundsteuerempfänger über einen digitalen Eingang) schaltet die Drosselung scharf. |
| Steuer-Eingang 2 – EEBUS-LPC | Steuerbox des Netzbetreibers schreibt per EEBUS einen Wirkleistungs-Grenzwert (EMS-Pfad). Implementiert, aber noch nicht am realen Gerät verifiziert – standardmäßig aus. |
| Budget bei mehreren Einrichtungen | Gleichzeitigkeitsstaffel: (n−1) · 4,2 kW · Faktor + 4,2 kW; der Faktor sinkt mit der Zahl betroffener Einrichtungen (1,0 → 0,8 → 0,75 … 0,45). So bleibt je Einrichtung genug, ohne die Summe zu sprengen. |
| Betroffene Einrichtungen | Wallbox, Wärmepumpe, Speicher, Klima, Heizstab – alle über denselben Netz-Budget-Pfad. |
| Fail-safe | Fehlt das Steuersignal, wird sicherheitshalber begrenzt – nicht ungebremst weiterbezogen. |
| Abriegelungsnachweis | Jede Abregelung landet in einer langlebigen Spur (Fenster, 60-s-Messproben, Energiezählerstände je Verbraucher), rückwirkend ~3 Jahre als Report/GUI abrufbar; je Fenster wird ausgewiesen, ob die Vorgabe eingehalten wurde. Bewusst vom Daten-Pruning ausgenommen. |
Die Formel: zulässige Leistung im gedrosselten Zustand
§14a garantiert nicht null, sondern einen Sockel je steuerbarer Einrichtung. EFC rechnet die zulässige Gesamt-Netzleistung nach der Gleichzeitigkeits-Formel:
Pmin = 4,2 kW + (n − 1) · 4,2 kW · GLF(n)
- 4,2 kW – der garantierte Sockel; die erste Einrichtung erhält ihn voll (nie null).
- (n − 1) weitere Einrichtungen bekommen je 4,2 kW, aber mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor GLF gewichtet – weil selten alle gleichzeitig Volllast ziehen.
- n = Zahl der steuerbaren Einrichtungen, deren Maximalleistung jeweils über 4,2 kW liegt. Ergebnis auf volle 10 W gerundet.
| n | GLF | Pmin |
|---|---|---|
| 1 | 1,00 | 4,20 kW |
| 2 | 0,80 | 4,2 + 1·4,2·0,80 = 7,56 kW |
| 3 | 0,75 | 4,2 + 2·4,2·0,75 = 10,50 kW |
| 4 | 0,70 | 4,2 + 3·4,2·0,70 = 13,02 kW |
| 5 | 0,65 | 15,12 kW |
| 6 | 0,60 | 16,80 kW |
| 7 | 0,55 | 18,06 kW |
| 8 | 0,50 | 18,90 kW |
| ≥ 9 | 0,45 | nach gleicher Formel |
Mehr steuerbare Einrichtungen ⇒ höheres Gesamtbudget (pro Gerät im Schnitt weniger). Das ist der Hebel des EMS: EFC schöpft dieses gemeinsame Budget aus und verteilt es nach Bedarf und Vorrang.
Drei Beispiele
Der Sockel (4,2 kW, volle Farbe) plus die je mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor gewichteten Anteile ergeben das gemeinsame §14a-Budget:
Ehrlich zu den Grenzen: der EEBUS-Steuerbox-Pfad ist vorbereitet, aber noch nicht feldverifiziert; die Drosselung ist budget-/netzbezugsbasiert (die physische Umsetzung hängt am jeweiligen Geräte-Adapter, die Wärmepumpen-Drosselung im §14a-Pfad ist noch nicht end-to-end bestätigt); einen Datei-Export (CSV/PDF) des Nachweises gibt es noch nicht – nur den In-App-Report.
Kurz gesagt
Die Anlage tut nichts weiter, als am Netzanschlusspunkt zu messen und die verfügbare Wirkleistung nach eingestellter Reihenfolge auf die Abgänge zu geben – mit Mindeststrom-Schwellen, Speicher-Reserve und einem – nur für steuerbare Einrichtungen – freigabepflichtigen Netz-Zukauf innerhalb der §14a-Grenze (die Hauslast selbst wird immer gedeckt). Alles ändert sich in kleinen Stufen, damit Schütze und Netzanschluss ruhig bleiben. Ziel ist jede Sekunde dasselbe: möglichst viel eigener Sonnenstrom vor Ort, möglichst wenig Bezug.
Für Techniker & Ingenieure · Regelungstechnik
Wie EfC die Leistung im Haus regelt
EfC ist im Kern ein getakteter Regler: Es misst am Netzanschlusspunkt und an den Wechselrichtern, bildet alle paar Sekunden die Leistungsbilanz und stellt daraus die Sollwerte für Wechselrichter, Ladepunkte, Heizstäbe und Wärmepumpen. Der entscheidende Unterschied, um den sich alles dreht: verteilt wird Leistung (kW) – der Momentanwert –, nachträglich verbucht wird die Arbeit (kWh), das Zeitintegral. Diese Seite zeigt den Regelkreis mit seinen Schwellen, Sperren und Dämpfungen – so, wie die Anlage tatsächlich entscheidet.
Der Regelkreis auf einen Blick
Messglieder liefern die Istwerte, der Regler bildet die Bilanz und teilt die Leistung nach Vorrang zu, die Stellglieder setzen die Sollwerte, die Regelstrecke (das Hausnetz) reagiert – und im nächsten Takt misst der Regler das Ergebnis wieder. Prognose, Strompreis und §14a-Vorgabe wirken als Führungsgrößen von außen.
Zwei Takte: ruhig bilanzieren, schnell nachführen
Der Regler arbeitet mit zwei Abtastzeiten. Der Haupttakt bildet die vollständige Bilanz; ein schneller Nachführtakt korrigiert nur den Netz-Sollwert zwischen zwei Hauptbilanzen.
Haupttakt
Alle 5 s. Erfasst alle Messwerte, bildet die komplette Leistungsbilanz, teilt nach Vorrang zu und stellt die Sollwerte. Läuft ein Takt noch, wird der nächste übersprungen – Takte überlappen nie. Bewusst ruhig: die Zählerwerte sind ohnehin nur etwa alle 5 s frisch.
Schneller Nachführtakt
Alle 2 s (zuschaltbar). Bildet die Bilanz nicht neu, sondern nimmt die letzte Zuteilung und rechnet mit frischen Zählerwerten nur den Netz-Sollwert des Wechselrichters nach. Fängt schnelle Lastsprünge ab, ohne die schwere Bilanz anzustoßen.
Ablauf eines Haupttakts
Das komplette Flussdiagramm eines Bilanztakts – mit den Verzweigungen, die die Anlage tatsächlich prüft. Der markierte Block „Vorrangschleife" ist im nächsten Diagramm im Detail aufgeschlüsselt.
Wie der Überschuss berechnet wird
Alles in Momentanleistung (Watt). Die Arbeit (kWh) fällt erst nach der Zuteilung an – sie wird je Ladevorgang aus Leistung × Zeit verbucht.
Überschuss = Wechselrichter-Ausgang − unsteuerbare Last, auf ≥ 0 begrenzt.
Batterie-Schutzband: liegt der Ladezustand nur knapp über der Reserve (bis + 1 kWh), wird der Überschuss auf die reine Solarleistung begrenzt – der Regler stützt sich dann nicht auf die Batterie.
Netz-Budget: zulässige Netzleistung − aktueller Netzbezug. Der steuerbare Anteil ist der Netzbezug oberhalb der unsteuerbaren Grundlast.
Vorrangschleife: Freigabe & Sollwert einer Gruppe
So entscheidet der Regler pro steuerbarer Gruppe, in Vorrang-Reihenfolge. Zwei Budgets stehen zur Verfügung: der Solar-Überschuss (immer) und – nur bei Freigabe – ein begrenztes Netz-Budget.
Vorrang & Leistungskaskade
Die Gruppen werden nach einstellbarem Vorrang bedient – jede greift den Überschuss vor der nächsten ab. Innerhalb einer Gruppe kommen Solar-only-Verbraucher vor den netzfreigegebenen. Die Hauslast läuft an der Kaskade vorbei: sie wird immer gedeckt.
Mehrere Wärmepumpen: Rangfolge & Anlaufschutz
Läuft eine Flotte gleichartiger Wärmepumpen, ordnet der Regler sie – und begrenzt, wie viele pro Takt neu anlaufen dürfen, damit nicht mehrere Verdichter gleichzeitig einschalten.
| Kriterium | Regel |
|---|---|
| 1 · Laufzustand | laufend vor Ruhe – ein laufender Verdichter wird nicht abgeworfen, um einen anderen zu starten (Schutz gegen Takten). |
| 2 · Priorität | Vom Betreiber eingestellte Priorität, kleiner = früher. Explizit übersteuerbar (z. B. Heizung im Winter zuerst). |
| 3 · Rolle | Warmwasser vor Kombi vor Raumheizung. |
| 4 · Gerät | Feste Gerätekennung als eindeutiger Stichentscheid. |
| Anlaufschutz | Höchstens 1 Pumpe läuft pro Takt neu an (einstellbar). Zurückgestellte bekommen in diesem Takt 0 W. |
Dämpfung: kein Pendeln, kein Schützklappern
Jedes Stellglied führt seinen Sollwert in kleinen Schritten nach, mit eigenem Mindest-Änderungsintervall, plus Totband auf der Schreibseite. So bleiben Netzanschluss und Schütze ruhig.
| Dämpfer | Wert | Wirkung |
|---|---|---|
| Lade-Rampe | 0,5 kW / 5 s | Ladeleistung ändert sich um höchstens einen Schritt je Intervall – keine Sprünge. |
| Mindest-Ladestrom | 6,5 A/Phase → 3-phasig ≈ 4,5 kW | Darunter startet der Ladepunkt nicht (ganz oder gar nicht). |
| Phasenerkennung | Phasenströme ≥ 5 A zählen | Erkennt 1- vs. 3-phasig; vor Ladebeginn Rückfall auf die verdrahtete Phasenzahl. |
| Batterie-Sollwert | max. 600 W/Takt, Totband 100 W | Begrenzte Änderungsrate; kleine Abweichungen werden nicht nachgeführt. |
| Wechselrichter-Schreibgrenze | Totband 25 W | Nur bei echter Änderung wird ein neuer Sollwert geschrieben (v. a. im schnellen Takt). |
| Mindest-Schaltintervalle | Heizstab 60 s, Wärmepumpe 300 s, Klima 60 s | Verhindert kurzes Ein-/Aus-Takten trägerer Verbraucher. |
Batterie: Reserve, Tiefentladeschutz, Nachladen
Die Batterie ist Teil der Kaskade, aber mit Schutzgrenzen: eine Reserve bleibt der Hauslast vorbehalten, unter einem kritischen Ladezustand wird zwangsweise nachgeladen.
| Mechanismus | Verhalten |
|---|---|
| Reserve-Sperre | Für steuerbare Verbraucher wird die Batterie erst freigegeben, wenn der Ladezustand die eingestellte Reserve (plus Gruppen-Zuschläge) übersteigt. Die Reserve bleibt der Hauslast vorbehalten. |
| Tiefentladeschutz | Unter 10 % Ladezustand wird Netz-Nachladen erlaubt und ein kleiner Zwangs-Ladewunsch gestellt (rund 10 % der Maximal-Ladeleistung). |
| Lade-Abregelung | Nahe Voll fährt die Ladeleistung zurück: ab 90 % auf 95 %, ab 95 % auf 70 %, ab 97 % auf 50 %, bei 100 % auf 0. |
| Kaskade | Solar zuerst auf laufende Ladepunkte, dann Rest-Solar in die Batterie (leerste zuerst), zuletzt Entladung (vollste zuerst) zur Deckung der Hauslast. |
| Sichere Übergabe | Der Batterie-Sollwert wird laufend erneuert; fällt die Steuerung aus, geht die Batterie nach kurzer Zeit selbsttätig in Eigenverbrauch. Beim geordneten Abschalten wird die Steuerung sauber freigegeben. |
§14a EnWG & Netzgrenze
Die zulässige Netzleistung folgt aus der Sicherung am Netzanschluss. Bei aktiver Steuerbarkeit nach §14a teilt der Regler ein begrenztes Netz-Budget auf die steuerbaren Verbraucher auf.
| Aspekt | Umsetzung |
|---|---|
| Netzgrenze | Aus Spannung × Leistungsfaktor × Sicherungsstrom (Standard 50 A je Phase), auf 10 W gerundet. |
| Drossel-Zustand | Kommt vom Steuersignal des Netzbetreibers (FRE-Empfänger). Fehlt das Signal, gilt die Grenze vorsorglich als aktiv (fail-safe). |
| Dimm-Untergrenze | Je steuerbarer Gruppe bleibt ein Sockel von 4200 W (nur Gruppen über 4200 W gelten als dimmbar). |
| Gleichzeitigkeitsfaktor | Bei mehreren Gruppen wird das Budget mit einem Faktor gestaffelt (2 Gruppen 0,8 · 3 → 0,75 · … 8 → 0,5 · ab 9 → 0,45) – gemeinsames Netz-Budget aller steuerbaren Verbraucher. |
| Durchsetzung | Anforderungen ziehen zuerst aus dem §14a-Budget, dann aus dem restlichen Netz. Reicht es nicht über die Mindestschwelle, gibt es 0 W; bei Überschreitung wird abgeschaltet. |
| Hauslast bleibt frei | Nur die steuerbaren Verbraucher sind budgetiert. Die Hauslast wird immer gedeckt – reichen Erzeugung und Batterie nicht, kommt der Rest wie üblich aus dem Netz. |
| Nachweis | Drosselungs-Fenster werden alle 60 s mitprotokolliert – reiner Nachweis, ohne Einfluss auf die Regelung. |
Prognose & Preis als Führungsgrößen
Wetter/Ertragsprognose und Strompreis greifen nicht in den einzelnen Takt ein – sie setzen die Randbedingungen: wie viel Batterie-Reserve stehen bleibt und welcher Verbraucher Netzstrom ziehen darf.
Solar-only-Grenze
Ein Ladevorgang startet mit Preisgrenze 0 – also rein solar, bis der Nutzer die Grenze anhebt. Liegt der Live-Preis unter der eingestellten Grenze, wird Netzbezug freigegeben; ohne Grenze ist Netz immer erlaubt.
Reserve-Prognose
Aus Ertragsprognose und erwartetem Verbrauch wird eine Stundenreserve gerechnet. Ab Mittag kommt vorausschauendes Laden dazu: eine erhöhte Reserve sperrt zusätzliche Lasten und lenkt Rest-Solar in die Batterie, damit sie den Abendbedarf erreicht.
Einspeisevergütung
Die EEG-Vergütung wird nach Inbetriebnahme-Datum und Anlagengröße nachgeschlagen – nur für Abrechnung und Wirtschaftlichkeit, nicht für die Sekunden-Regelung.
Wo diese Ebene (noch) Grenzen hat
Kurz gesagt
EfC ist ein getakteter Regler: alle 5 s eine vollständige Leistungsbilanz, Zuteilung nach einstellbarem Vorrang mit getrenntem Solar- und Netz-Budget, gedämpft durch Rampen, Totbänder und Mindest-Schaltintervalle, eingerahmt von §14a-Budget und Batterie-Reserve. Prognose und Preis setzen die Randbedingungen, die Arbeit (kWh) wird nachträglich verbucht. Jeder Takt bildet die Bilanz neu – ein verpasster Takt friert nie einen falschen Zustand ein. Das Ziel ist jede Sekunde dasselbe: möglichst viel eigener Sonnenstrom vor Ort, möglichst wenig Netzbezug.
Für Techniker & Ingenieure · Referenzdiagramm
Der Regeltakt als vollständiges Ablaufdiagramm
Ein einziges, großes Flussdiagramm des kompletten Regeltakts – jeder Schritt, jede Verzweigung, jede Schleife, von Taktbeginn bis Taktende. Es fasst zusammen, was die übrigen Seiten in Einzelbildern zeigen: Messwerterfassung, Lastberechnung mit Schutzfiltern, Überschussbildung, §14a-Budget, die Vorrangschleife über alle steuerbaren Gruppen samt Wärmepumpen-Flottenranking und Freigabelogik, die Erzeugungs- und Batterie-Kaskade und den Abschluss mit Dämpfung, Energieverbuchung und Persistenz. Werte und Schwellen stammen aus dem Backend.
Lesehinweis: Das Diagramm ist bewusst groß. Auf schmalen Bildschirmen lässt es sich im Rahmen unten waagerecht scrollen; der Hauptpfad läuft senkrecht von oben nach unten, Nebenpfade zweigen nach rechts ab, Schleifen laufen links zurück.
Unterstützte Geräte
Was bedeuten die Reifegrade?
Adapter wirkt vollständig und ist an Hardware erprobt – keine bekannten Vorbehalte.
Implementiert, aber mit Vorbehalten (z. B. firmware-abhängige Register oder noch unvollständige Steuerung) – an Hardware zu bestätigen.
Erst als Gerüst angelegt oder nur lesend und unverifiziert – noch nicht verlässlich.
Adapter existiert bereits im Code, ist aber noch nicht in der Geräteauswahl verfügbar.
Am Markt bekannt, aber (noch) nicht angebunden – bewusst nicht oder schlicht noch nicht umgesetzt.
Preise
Verkaufspreise
EFC ist eine reine Software – sie läuft auf unserem betriebsbereiten Controller oder auf Ihrer eigenen kompatiblen Hardware. Sie zahlen eine überschaubare Jahreslizenz; die Hardware fällt nur einmalig an. Alle Preise inkl. MwSt; den Nettopreis nennen wir jeweils dazu.
Software-Lizenzen
Die Jahreslizenz umfasst die Nutzung der EFC-Software, Updates und den Betrieb. Welche Lizenz Sie brauchen, hängt allein davon ab, wie viele Nutzer die Anlage bedienen.
Lizenz · jährlich
Single-User
Eine Anlage, ein Nutzer.
- Für Eigenheime mit PV, Speicher & E-Auto
- Ein einziger Nutzer-Zugang
- Voller Funktionsumfang: Überschuss-Steuerung, Prognose, §14a
inkl. 19 % MwSt · 50 € netto
Lizenz · jährlich
Multi-User
Mehrere Nutzer, mehrere Parteien.
- Für Betreiber, Vermieter & Hausverwaltungen
- Mehrere Nutzer mit Rollen & Rechten, Einladungen
- Mehrere Ladepunkte & Abrechnung an Endkunden
inkl. 19 % MwSt · 150 € netto
Hardware
Die EFC-Software läuft als Docker-Container. Sie können unseren vorinstallierten Controller kaufen – oder EFC auf eigener, kompatibler Hardware betreiben. Die Lizenz gilt unabhängig davon.
Option A · unser Controller
EFC-Controller
Raspberry Pi 5 · 8 GB RAM · 128 GB SSD – vorinstalliert und betriebsbereit.
- Plug & Play – nichts einzurichten
- Automatische Updates ab Werk
inkl. 19 % MwSt · 339 € netto
0 % MwSt nach § 12 Abs. 3 UStG · 339 € netto
0 % Mehrwertsteuer ist möglich, wenn Sie den Controller als Komponente einer begünstigten Photovoltaikanlage erwerben:
- Sie sind Betreiber der PV-Anlage und nutzen EFC zu deren Betrieb.
- Die Anlage sitzt auf/nahe einem Wohngebäude.
- Die Bruttoleistung beträgt höchstens 30 kWp – dann ist kein Nachweis nötig.
Die 0 % werden bei der Bestellung mit Ihrer Bestätigung angewandt. Dies ersetzt keine Steuerberatung – im Zweifel bestätigt das Ihr Steuerberater. Mehr dazu unten.
Option B · eigene kompatible Hardware
Sie haben bereits einen geeigneten Rechner (Mini-PC, NAS, Server oder Einplatinenrechner)? Dann installieren Sie EFC dort. Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
- 64-bit-Linux mit Docker – ARM64 oder x86-64
- mind. 4 GB RAM (8 GB empfohlen)
- mind. 128 GB SSD (keine SD-Karte – Verschleiß)
- Kabelgebundenes LAN im Netz der Energiegeräte
- Dauerbetrieb (24/7) mit stabiler Stromversorgung
- Erreichbarkeit der Geräte über Modbus TCP, HTTP, MQTT, OCPP
| Position | Preis inkl. MwSt | netto | Abrechnung | MwSt |
|---|---|---|---|---|
| EFC-Software – Single-User | 59,50 € | 50 € | pro Jahr | 19 % |
| EFC-Software – Multi-User | 178,50 € | 150 € | pro Jahr | 19 % |
| EFC-Controller – Raspberry Pi 5, 8 GB RAM, 128 GB SSD | 403,41 € | 339 € | einmalig | 0 % möglich sonst 19 % |
| Eigene kompatible Hardware | – | – | selbst beschafft | – |
0 % Mehrwertsteuer – wann gilt das?
Seit 2023 gilt für Photovoltaikanlagen der Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG). Der EFC-Controller ist als Energiemanagementsystem eine begünstigte „wesentliche Komponente" – aber nur die Lieferung der Hardware ist nullsteuerfähig, nicht die laufende Software.
0 % möglich bei
- Lieferung des EFC-Controllers (Hardware)…
- …an den Betreiber einer PV-Anlage, als Komponente zu deren Betrieb,
- auf/nahe einem Wohngebäude – bei ≤ 30 kWp gilt das automatisch (kein Nachweis nötig).
19 % bei
- der jährlichen Software-/Lizenzgebühr (sonstige Leistung),
- Hardware ohne Zusammenhang mit einer begünstigten PV-Anlage,
- Anlagen > 30 kWp ohne Belegenheitsnachweis.
Hinweis: Dies ersetzt keine Steuerberatung. Ob im Einzelfall 0 % oder 19 % gelten, hängt von der konkreten Anlage und dem Lieferumfang ab – im Zweifel bestätigt das Ihr Steuerberater.