Photovoltaik-Eigenverbrauch · Vorrangschaltung
Die Anlage misst laufend am Netzanschlusspunkt und verteilt die verfügbare Wirkleistung auf die Verbraucher – nach Vorrang, mit Mindeststrom-Schwellen und Speicher-Reserve. Der Kern ist die Unterscheidung, die am Zähler beginnt: Leistung (kW) ist der Momentanwert, Arbeit (kWh) ist, was der Zähler über die Zeit summiert. Verteilt wird immer die Leistung – nicht der Ladezustand des Speichers.
Erzeuger und Speicher speisen die Sammelschiene, die Verbraucher hängen daran. Am Zähler (Netzanschlusspunkt) wird Bezug und Einspeisung je Phase gemessen.
Zuerst deckt die Wirkleistung die Hauslast. Was darüber bleibt, ist der Überschuss – und der geht nach Vorrang die Abgänge hinab: erst der Ladepunkt, dann Warmwasserbereitung und Wärmepumpe, dann die Speicher-Ladung, der Rest wird eingespeist. Die Vorrang-Reihenfolge der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ist frei einstellbar – die hier gezeigte Reihenfolge ist nur ein Beispiel.
Die Werte, die ein Elektriker beim Einrichten wissen will.
| Vorgang | So verhält sich die Anlage |
|---|---|
| Messung am Netzanschlusspunkt | Der Zweirichtungszähler liefert Bezug und Einspeisung je Phase; die Messung wird laufend erneuert (im Sekundenbereich). |
| Überschuss | Wirkleistung Wechselrichter − Hauslast. Eine Leistung (kW), nicht der Ladezustand des Speichers (kWh). |
| Speicher-Freigabe | Unter dem eingestellten Mindest-Ladezustand gibt der Speicher keine Leistung für steuerbare Verbraucher ab – dann zählt nur die PV-Wirkleistung. |
| Vorrang | Der Überschuss wird nach eingestellter Reihenfolge freigegeben (z. B. Ladepunkt → Warmwasserbereitung → Wärmepumpe), dann Speicher-Ladung, der Rest geht in die Einspeisung. Die Vorrang-Reihenfolge der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ist frei einstellbar. |
| Mindeststrom / Phasen | Ladepunkt erst ab 6 A je Phase (3-phasig ≈ 4,3–4,5 kW). Die Phasenzahl wird an den stromführenden Phasen erkannt (Strom ≥ ~5 A). Darunter: keine Freigabe – ganz oder gar nicht. Warmwasserbereitung und Wärmepumpe haben eigene Mindest-Laufzeiten und Schaltabstände (kein ständiges Takten). |
| Netzbezug Hauslast | Wird immer gedeckt: reichen Wechselrichter und Speicher nicht, kommt der Rest selbstverständlich aus dem Netz – ohne Freigabe, das ist der normale Netzbezug am Zähler. |
| Netz-Zukauf steuerbare Einrichtungen | Eine Freigabe gibt es nur für die steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Dein zusätzlicher Bezug erfolgt nur bei Freigabe (Preis/Erlaubnis) und bleibt unter der §14a-Grenze – bei Anforderung des Netzbetreibers auf ~4,2 kW gedrosselt. |
| Speicher-Entladung | Ohne Sonne deckt der Speicher die Hauslast (Rückspeisung), bis der Mindest-Ladezustand erreicht ist. |
| Nachführen | Sollwerte in kleinen Stufen, frühestens alle paar Sekunden (Ladeleistung ~0,5 kW/Schritt); der Speicher-Sollwert mit Stufenbegrenzung und Totband. Verhindert Pendeln, Lastspitzen und Schützklappern. |
| Schieflast bei Einspeisung | Einphasige Einspeisung bleibt in der zulässigen Schieflast-Grenze (VDE: höchstens 4,6 kVA Differenz je Phase). |
Netzorientierte Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen – opt-in, mit Nachweis.
§14a betrifft steuerbare Verbrauchseinrichtungen ab 4,2 kW – Wallbox, Wärmepumpe, Speicher, Klima (und den Heizstab). Fordert der Netzbetreiber eine Reduzierung an, drosselt EFC den Netzbezug dieser Einrichtungen auf ein Budget mit 4,2-kW-Sockel – der aus PV und Speicher gedeckte Anteil bleibt unberührt. Es wird also budgetiert, nicht hart abgeschaltet. Die physische Anschlussgrenze (Sicherungsstrom am Netzzähler) ist davon getrennt und immer aktiv.
§14a lässt zwei Wege zu: Direktsteuerung (der Netzbetreiber dimmt jede Einrichtung einzeln) oder Steuerung über ein Energiemanagementsystem (EMS). Bei nur einem Gerät kaum ein Unterschied – sobald aber mehrere steuerbare Einrichtungen zusammenkommen (Wallbox, Wärmepumpe, Speicher …), spielt das EMS seine Stärke aus:
| Punkt | So setzt EFC es um |
|---|---|
| Aktivierung | Opt-in, in der GUI wählbar: aus · Rundsteuerempfänger · EEBUS-Steuerbox. Standard ist aus. |
| Steuer-Eingang 1 – Rundsteuerempfänger | Der real durchgesetzte Pfad: ein Binärsignal (Rundfunk-/Rundsteuerempfänger über einen digitalen Eingang) schaltet die Drosselung scharf. |
| Steuer-Eingang 2 – EEBUS-LPC | Steuerbox des Netzbetreibers schreibt per EEBUS einen Wirkleistungs-Grenzwert (EMS-Pfad). Implementiert, aber noch nicht am realen Gerät verifiziert – standardmäßig aus. |
| Budget bei mehreren Einrichtungen | Gleichzeitigkeitsstaffel: (n−1) · 4,2 kW · Faktor + 4,2 kW; der Faktor sinkt mit der Zahl betroffener Einrichtungen (1,0 → 0,8 → 0,75 … 0,45). So bleibt je Einrichtung genug, ohne die Summe zu sprengen. |
| Betroffene Einrichtungen | Wallbox, Wärmepumpe, Speicher, Klima, Heizstab – alle über denselben Netz-Budget-Pfad. |
| Fail-safe | Fehlt das Steuersignal, wird sicherheitshalber begrenzt – nicht ungebremst weiterbezogen. |
| Abriegelungsnachweis | Jede Abregelung landet in einer langlebigen Spur (Fenster, 60-s-Messproben, Energiezählerstände je Verbraucher), rückwirkend ~3 Jahre als Report/GUI abrufbar; je Fenster wird ausgewiesen, ob die Vorgabe eingehalten wurde. Bewusst vom Daten-Pruning ausgenommen. |
§14a garantiert nicht null, sondern einen Sockel je steuerbarer Einrichtung. EFC rechnet die zulässige Gesamt-Netzleistung nach der Gleichzeitigkeits-Formel:
Pmin = 4,2 kW + (n − 1) · 4,2 kW · GLF(n)
| n | GLF | Pmin |
|---|---|---|
| 1 | 1,00 | 4,20 kW |
| 2 | 0,80 | 4,2 + 1·4,2·0,80 = 7,56 kW |
| 3 | 0,75 | 4,2 + 2·4,2·0,75 = 10,50 kW |
| 4 | 0,70 | 4,2 + 3·4,2·0,70 = 13,02 kW |
| 5 | 0,65 | 15,12 kW |
| 6 | 0,60 | 16,80 kW |
| 7 | 0,55 | 18,06 kW |
| 8 | 0,50 | 18,90 kW |
| ≥ 9 | 0,45 | nach gleicher Formel |
Mehr steuerbare Einrichtungen ⇒ höheres Gesamtbudget (pro Gerät im Schnitt weniger). Das ist der Hebel des EMS: EFC schöpft dieses gemeinsame Budget aus und verteilt es nach Bedarf und Vorrang.
Der Sockel (4,2 kW, volle Farbe) plus die je mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor gewichteten Anteile ergeben das gemeinsame §14a-Budget:
Ehrlich zu den Grenzen: der EEBUS-Steuerbox-Pfad ist vorbereitet, aber noch nicht feldverifiziert; die Drosselung ist budget-/netzbezugsbasiert (die physische Umsetzung hängt am jeweiligen Geräte-Adapter, die Wärmepumpen-Drosselung im §14a-Pfad ist noch nicht end-to-end bestätigt); einen Datei-Export (CSV/PDF) des Nachweises gibt es noch nicht – nur den In-App-Report.
Die Anlage tut nichts weiter, als am Netzanschlusspunkt zu messen und die verfügbare Wirkleistung nach eingestellter Reihenfolge auf die Abgänge zu geben – mit Mindeststrom-Schwellen, Speicher-Reserve und einem – nur für steuerbare Einrichtungen – freigabepflichtigen Netz-Zukauf innerhalb der §14a-Grenze (die Hauslast selbst wird immer gedeckt). Alles ändert sich in kleinen Stufen, damit Schütze und Netzanschluss ruhig bleiben. Ziel ist jede Sekunde dasselbe: möglichst viel eigener Sonnenstrom vor Ort, möglichst wenig Bezug.
Adapter wirkt vollständig und ist an Hardware erprobt – keine bekannten Vorbehalte.
Implementiert, aber mit Vorbehalten (z. B. firmware-abhängige Register oder noch unvollständige Steuerung) – an Hardware zu bestätigen.
Erst als Gerüst angelegt oder nur lesend und unverifiziert – noch nicht verlässlich.
Adapter existiert bereits im Code, ist aber noch nicht in der Geräteauswahl verfügbar.
Am Markt bekannt, aber (noch) nicht angebunden – bewusst nicht oder schlicht noch nicht umgesetzt.
Dein Hinweis geht direkt an unser Team – kein Account, kein Umweg.
Dein Hinweis ist angekommen.
Dein Wechselrichter, Zähler, Speicher, deine Wallbox oder Wärmepumpe fehlt noch? Melde sie – wir prüfen die Anbindung. Je mehr du angibst, desto schneller geht’s.
Deine Meldung ist angekommen. Wir prüfen die Anbindung und melden uns bei dir.
Sag uns in zwei Sätzen, worum es geht. Wir melden uns persönlich – per Rückruf, per E-Mail oder mit einer Online-Demo an einer laufenden Anlage. Kein Newsletter, keine Weitergabe.
Deine Anfrage ist angekommen. Wir melden uns in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.